EZB „am Ende ihrer Möglichkeiten“

Vom 26.01.2017

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon fordert Novellierung des Vermögensbildungsgesetzes und bezeichnet Zinspolitik der EZB als „ganz gefährliches Spiel“.

Sparkassenpräsident Fahrenschon: „Der Marsch durch die Institutionen geht mittlerweile über ide Notenbanken.” (Foto: Picture Alliance)

Sparkassenpräsident Fahrenschon: „Der Marsch durch die Institutionen geht mittlerweile über ide Notenbanken.” (Foto: Picture Alliance)

 

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hat die Politik zu einer Novellierung des Vermögensbildungsgesetzes aufgefordert. Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin BILANZ kritisierte er die Auswirkungen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als „ein ganz gefährliches Spiel“.

Solange Zins und Zinseszins für Sparer quasi abgeschafft seien, müssten staatliche Weichenstellungen die Folgen dieser Geldpolitik zumindest in Teilen auffangen, verlangte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Das Vermögensbildungsgesetz sei zuletzt vor 1998 novelliert worden. Weil  die Arbeitnehmergehälter seitdem um rund 30 Prozent gestiegen seien, seien viele aus der staatlichen Förderung rausgewachsen, begründete Fahrenschon seine Forderung.

Eine Wende forderte der DSGV-Präsident auch für die Geldpolitik der EZB. Der Glaube, die Notenbank werde es schon richten, werde enttäuscht. Die EZB sei mittlerweile „eine Art Ersatzregierung geworden, die allerdings am Ende ihrer Möglichkeiten“ angekommen sei. Einige europäische Länder müssten endlich die notwendigen Strukturreformen machen, damit „wir zu normalen Zinsen zurückkehren können“.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Februar-Ausgabe der BILANZ, die am 27. Januar als Beilage der „Welt” erscheint. Anschließend ist die BILANZ im ausgewählten Zeitschriftenhandel verfügbar.