Die zehn besten Wissenschafts-Nationen

Vom 07.04.2016

Die Zukunft liegt in den Händen junger Ingenieure, Forscher und Informatiker. Deutschland ist mit seinem Nachwuchs ganz vorne mit dabei.

Woran hier wohl gerade geforscht wird? (Foto: Getty Images)

Woran hier wohl gerade geforscht wird? (Foto: Getty Images)

Die größten Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Digitalisierung müssen von Naturwissenschaftlern gelöst werden. Umso wichtiger ist es, tüftelnden und forschenden Nachwuchs heranzuziehen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht, wie viele Studenten jährlich in naturwissenschaftlichen Fächern einen Abschluss machen. Der letzte Bericht „Science, Technology and Industry Scoreboard 2015“ beruht auf Daten aus 40 Staaten.

Die Länder werden nicht anhand der absoluten Zahl ihrer Absolventen in den Naturwissenschaften gelistet, sondern anhand des prozentualen Anteils der Naturwissenschaftler unter den Absolventen aller Fachrichtungen.

 

1. Platz: Südkorea

Südkorea muss unter den Top 10 zwar den stärksten Rückgang verzeichnen, da der Anteil der Absolventen in naturwissenschaftlichen Fächern von 39 Prozent im Jahr 2002 auf 32 Prozent im Jahr 2012 abgefallen ist — dennoch hält das Land die Spitzenposition in der OECD-Liste.

 

2. Platz: Deutschland

Deutschland hat mit durchschnittlich 10.000 Naturwissenschafts-Absolventen im Jahr die dritthöchste absolute Anzahl — knapp hinter den USA und China, obwohl deren Bevölkerungen wesentlich größer sind. Daher kommt Deutschland prozentual gesehen auch auf stolze 31 Prozent (während die USA und China nicht unter den Top 10 sind).

 

3. Platz: Schweden

Schweden kann auf 28 Prozent Absolventen in den Naturwissenschaften blicken. Technische Kenntnisse sind hier auch dringend nötig, denn der Computer gehört hier fast zur Grundausstattung an jedem Arbeitsplatz: Mehr als drei Viertel aller Erwerbstätigen nutzen für ihren Job einen Rechner.

 

4. Platz: Finnland

Auch Finnland kommt bei den Naturwissenschafts-Absolventen auf 28 Prozent. Das Land veröffentlicht in keinem Bereich mehr Forschungsergebnisse als in der Medizin.

 

5. Platz: Frankreich

In Frankreich machen 27 Prozent aller Absolventen ihren Abschluss in einer Naturwissenschaft. Ob das auch an den guten Karrierechancen liegt? Denn in Frankreich sind die meisten Forscher in der Industrie angestellt und nicht an Universitäten.

 

6. Platz: Griechenland

Griechenland hat im Jahr 2013 nur 0,08 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Forschung ausgegeben — aber der Anteil an Studienabschlüssen in den Naturwissenschaften lag immer noch bei 26 Prozent.

7. Platz: Estland

Estland (26 Prozent der Absolventen machen ihren Abschluss in einer Naturwissenschaft) ist beim Anteil an weiblichen Absolventen in den Naturwissenschaften ganz vorne dabei — im Jahr 2012 waren es stolze 41 Prozent.

 

8. Platz: Mexiko

Mexiko stieg von 2002 bis 2012 um einen Prozentpunkt auf und kommt nun bei den Studienabsolventen in den Naturwissenschaften auf 25 Prozent — obwohl die Regierung Steuerersparnisse für Investitionen der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung abgeschafft hat.

 

9. Platz: Österreich

In Österreich machen ebenfalls 25 Prozent aller Studenten einen Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach. Außerdem haben unsere Nachbarn den zweithöchsten Anteil an Doktortitel-Inhabern gemessen an der arbeitenden Bevölkerung. Im Schnitt sind unter 1000 Personen 6,7 Frauen und 9,1 Männer mit Doktortitel.

 

10. Platz: Portugal

Auch in Portugal machten 25 Prozent aller Studenten einen Abschluss in einer Naturwissenschaft.

Quelle: Business Insider